Letzter von WKS Lehrerin Regina Hölzgen ausgebildeter Jahrgang

Letzter von WKS Lehrerin Regina Hölzgen ausgebildeter Jahrgang

Der große Veranstaltungssaal des Hauses „Lärche“ am Forstlichen Bildungszentrum (FBZ) in Weilburg war gut gefüllt: Zahlreiche Gäste hatten Platz genommen, um der Verleihung des Meisterbriefes an 23 neue Forstwirtschaftsmeister (FWM) und eine Forstwirtschaftsmeisterin beizuwohnen, die in mehreren Ausbildungslehrgängen am FBZ in Weilburg die für die Meisterprüfung notwendigen fachlichen und sozialen Kompetenzen unter Beweis gestellt und nun ihr Ziel erreicht haben. Unter den Gästen waren der Leiter des Landesbetriebs „HessenForst“ Michael Gerst, Forstwirtschaftsmeister Harry Trube als Vorsitzender des Gesamtpersonalrats von „HessenForst“, Dozenten des Meisterlehrgangs sowie Lehrkräfte der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg, Mitglieder des Prüfungsausschusses, aber auch viele Familiengehörige, Freunde und Betriebsangehörige.

Dr. Hendrik Horn, der Leiter des Forstlichen Bildungszentrums, hob in seiner Eröffnungsansprache hervor, dass unter den Absolventen nicht nur Mitarbeiter aus Hessen waren, sondern auch Forstwirte aus Sachsen und anderen Bundesländern an der Meisterfortbildung teilnahmen. Er unterstrich die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten, sowohl von Ausbilderseite als auch seitens der angehenden Meister. Diese gute Kooperation habe schließlich zum erfolgreichen Abschneiden der 24 Prüfungsteilnehmer geführt. So galt sein Dank den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, den Lehrerinnen und Lehrern der WKS, mit der das FBZ im Rahmen der Meisterausbildung kooperiert, den Lehr- und Ausbildungskräften des Bildungszentrums und den Mitarbeiterinnen der Verwaltung, die an der Organisation der Prüfung beteiligt waren, ebenso wie den frisch gebackenen Forstwirtschaftsmeistern für ihr großes Engagement auf dem Weg zur Meisterprüfung.

Diesem Dank schloss sich Michael Gerst an und würdigte ebenfalls die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, die den Grundstein für die erfolgreiche Meisterausbildung gebildet habe. „Sie sind Könner des Forstwesens, die nun mit ihren erworbenen Kompetenzen ihre Betriebe und die Forstwirtschaft voranbringen“, wandte sich Michael Gerst an die Lehrgangsteilnehmer und wünschte ihnen alles Gute für ihre weitere berufliche Entwicklung.

Im Namen des Gesamtpersonalrats von „HessenForst“ würdigte Ralf Eiffler die Leistungen der Absolventen und wünschte den neuen Meistern „ein geschicktes Händchen“ bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit. „Denkt immer an die Menschen, mit denen ihr zusammenarbeitet und an die Bedeutung der Arbeitssicherheit“, hob der Personalratsvertreter die Verantwortung hervor, die die erworbene Leitungskompetenz für die Forstwirtschaftsmeisterin Lana Dieckerhoff und ihre männlichen Kollegen mit sich bringt. „Wenn ihr am Ende eures beruflichen Weges sagen könnt, es war für mich kein Beruf, sondern eine Berufung gewesen, dann habt ihr alles richtig gemacht!“ Dieses Ziel habe er erreicht, meinte Ralf Eiffler, für den dies der letzte Meisterlehrgang vor seinem Ruhestand war.

Stellvertretend für den erkrankten Prüfungsausschussvorsitzenden Christian Reiter gratulierte dessen Vertreter Martin Hennemuth den Absolventen zur bestandenen Prüfung. Noch vor wenigen Tagen habe er nicht damit gerechnet, bei dieser Abschlussveranstaltung am Pult zu stehen und eine Rede zu halten, meinte Martin Hennemuth, der Christian Reiter für die gute Organisation und Durchführung der Prüfungen dankte und ihm gute Besserung wünschte. „Vertiefen Sie Ihr Wissen und reifen Sie mit Ihren Anforderungen“, gab der stellvertretende Prüfungsausschussvorsitzende den neuen Forstwirtschaftsmeistern mit auf den Weg und forderte sie auf, ihr Wissen an ihre Mitarbeiter weiterzugeben und diese dadurch zu fördern.

Stellvertretend für die Teilnehmer des Meisterlehrgangs wandte sich Jan Hubertus Müller an die Anwesenden, der sich glücklich zeigte, dass 24 Absolventen erfolgreich die Ziellinie erreicht haben. Gemeinsam hätten sich die angehenden Forstwirtschaftsmeister auf den Weg gemacht und wären in fünf Lehrgangsblöcken am FBZ ihrem Ziel immer näher gekommen. Jan Hubertus Müller ließ aus dieser Zeit des Lernens noch einmal einige zentrale Stationen und Anekdoten Revue passieren und warf auch einen Blick auf die „länderübergreifende Zusammenarbeit“ – neben den Hessen waren die Sachsen als zweitstärkstes Team vertreten – von der alle profitiert hätten. Sogar ihre Sprachkompetenzen hätten beide Seiten erweitert und neue Wörter kennengelernt, meinte er augenzwinkernd. Er dankte allen Lehrgangsteilnehmern sowie den an der Ausbildung beteiligten Personen und Institutionen, und richtete auch ein besonderes Dankeschön an die Familienangehörigen, die die Lehrgangsteilnehmer auf ihrem Weg zum Meisterbrief unterstützt haben. „Die einzige Konstante in unserem Wald ist die Veränderung“, unterstrich Jan Hubertus Müller abschließend und betonte, dass es nun ihr gemeinsames Ziel sei, den Wald weiter zu gestalten.

Das Schlusswort vor der Verleihung der Meisterbriefe hatte Dr. Hendrik Horn, der noch einmal die außerordentliche Leistung der 24 Absolventen hervorhob. Er wünschte den Teilnehmern viel Erfolg auf ihrem weiteren beruflichen und privaten Weg und forderte sie auf, dazu beizutragen, dass der Wald auch noch für künftige Generationen ein Lebens- und Erholungsort bleibt.

Bevor den „frischgebackenen“ Forstwirtschaftsmeistern ihre Meisterbriefe überreicht wurden, nutze Dr. Hendrik Horn noch die Gelegenheit und den würdevollen Rahmen, um Regina Hölzgen für ihre langjährige Tätigkeit bei der Ausbildung der Forstwirtschaftsmeister zu danken. Die Koordinatorin für Berufs- und Arbeitspädagogik der WKS ist seit vielen Jahren für die Berufsausbildung und Mitarbeiterführung – kurz BuM – der angehenden Forstwirtschaftsmeister zuständig und vermittelt ihnen pädagogische Kompetenzen sowie Leitungsqualifikationen. Regina Hölzgen wird nach Ablauf dieses Schuljahres in den Ruhestand verabschiedet, so dass es für die engagierte Pädagogin der letzte Prüfungsdurchlauf war, an dem sie beteiligt ist. Als Dank für ihre langjährige und qualifizierte Bildungsarbeit überreichte Dr. Hendrik Horn der Oberstudienrätin ein Präsent.

Im Anschluss erfolgte die Übergabe der Meisterbriefe durch Michael Gerst, Dr. Hendrik Horn, Martin Hennemuth, Harry Trube, Ralf Eiffler und die Sachbearbeiterin der „Zuständigen Stelle“ für den Ausbildungsberuf Forstwirt, Anne Lawall-Schaad. Eine besondere Auszeichnung erhielt der beim Forstamt Weilburg tätige Tristan Burggraf, der mit einem Notenschnitt von 1,68 die beste Meisterprüfung abgelegt hat und als Anerkennung für seine herausragende Leistung eine Forstaxt mit persönlicher Gravur erhielt.

 

Ihren Meisterbrief als neue Forstwirtschaftsmeister erhielten:

Tristan Burggraf (Forstamt Weilburg), Maurice Deubel (Forstamt Wehretal), Lana Dieckerhoff (Forstamt Schotten), Steven Frychel (Forstamt Langen), Benjamin Grobe, Lukas Höber (Staatsbetrieb Sachsenforst), Paul Marek Hommel (Stadt Herborn), Alexander Kleindopf (Gemeinde Löhnberg), Jens Kouba (Forstamt Schlüchtern), Karsten Lenk (Staatsbetrieb Sachsenforst), Timo Maienschein (Stadt Steinau an der Straße), Jan Hubertus Müller (Magistrat der Stadt Braunfels), Max Müller (Staatsbetrieb Sachsenforst), Philipp Nöchel (Forstamt Burgwald), Till Christian Peschke (Stadt Solms), Normen Schneider (Firma ELTOR Forst- und Gartenpflege), Jens Schönberg (Staatsbetrieb Sachsenforst), Markus Schweingel (Staatsbetrieb Sachsenforst), Nils Sieverling, Arvid Sorajewski (Verbandsgemeinde Bad Ems – Nassau), Jakob Sporer (Forstamt Hessisch Lichtenau), Julian Stremme (Stiftungsforsten Kloster Haina), Sven Stumpf (Stadtverwaltung Büdingen) und Lennart Wurzer.

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